Vergrößerung der G20 zur G21​

Ist die Vergrößerung der BRICS-Allianz ein Problem?

Die Observer Research Fondation hat die Aufnahme der Afrikanischen Union (AU) in die G20 und die damit beschlossene Vergrößerung zu einer G21 gelobt. Damit sei die Stimme des globalen Südens deutlich stärker geworden, was sich aus Sicht des Think Tanks global positiv auswirken kann. Das volle Stimmrecht der AU sei daher zu begrüßen, auch wenn noch deutliche Konflikte bei der Haltung zu Russland und der Ukraine bestehen. 

The Independent hat über die Erweiterung berichtet und besonders auf die Rolle Indiens bei der Aufnahme der Afrikanischen Union hingewiesen. Indiens Präsident Narendra Modi hatte die Einladung für den Staatenbund  ausgesprochen. Der südafrikanische Regierungssprecher Vincent Magwenya erklärte, dass die Aufnahme in die internationale Gemeinschaft für die AU von enormer Bedeutung sei, da es sich um die wichtigste Plattform für politische und ökonomische Kooperation handele. 

Der südafrikanische Außenpolitik-Experte John Stremlau hat die Mitgliedschaft der AU in der G20 als einen enormen Fortschritt für die internationale Kooperation gewertet. Die Staaten der Afrikanischen Union machen international nur 3 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts aus, daher sei eine Aufnahme in die G20 ein Zeichen für eine veränderte Sicht auf internationale Zusammenarbeit. Allerdings müsse sich jetzt zeigen, ob die anderen Mitgliedsstaaten ihre Versprechen bezüglich einer verstärkten sozial- und entwicklungspolitischen Unterstützung einlösen werden und es zu mehr echter Kooperation kommen wird. 

christian schuh

christian schuh

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